Benefizkonzert der Freiburger Spielleyt und des Kammerchors / 500 Euro für "Target"
Fröhliche und nachdenkliche Musik
MÜLLHEIM (nw). Musik aus Europa, Afrika und dem Markgräflerland machte aus dem Benefizkonzert der Freiburger Spielleyt und des Kammerchors Müllheim mit Tilo Wachter unter der Leitung von Albrecht Haaf einen interessanten Abend. Der Erlös der Veranstaltung, die in der Martinskirche stattfand, ging an die Menschenrechtsorganisation "Target" des Aktivisten Rüdiger Nehberg, die gegen die Beschneidung afrikanischer Frauen kämpft.
... Ganz bewusst und an Thema orientiert war der Abend in zwei verschiedene Teile gegliedert - im ersten sollte es eher nachdenklich zugehen, im zweiten dann freudiger: "Target heißt Ziel, und wenn man ein Ziel erreicht hat, sollte man sich freuen", so begründete der Moderator Arnd Jungermann die Unterteilung. Dementsprechend nostalgisch war die Stimmung der ersten Lieder, voller Intensität vom Kammerchor vorgetragen. Energischer, ja zorniger war die Stimmung von "Wie nun ihr Herren, seid ihr stumm?" von Heinrich Schütz. Der "Chanson für morgen" von Mascha Kaléko war fetzig von Chorleiter Albrecht Haaf vertont worden.
Imposant geriet "Die Wirklichkeit" von Tilo Wachter, bei dem er beim Verlesen eines nachdenklich stimmenden Textes plastisch untermaldend vom Chor begleitet wurde...
Den Bogen vom Markgräflerland ins ferne Afrika spannte der Kammerchor zum Schluss mit "Markgräfler Wii", komponiert von Albrecht Haaf nach einem Text von Ida Preusch-Müller, und dem südafrikanischen "Yakanaka Vhangeri", bei dem Tilo Wachter mit Percussion und Gesang im Vordergrund stand - zwei schmissige Lieder, die einen krönenden Abschluss für ein gelungenes Konzert bildeten...
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